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St Ives Cornwall Reiseführer


St Ives ist eine kleine Stadt im Westen von Cornwall, einer sonnenverwöhnten Grafschaft im äußersten Südwesten des Vereinigten Königreichs. Der Golfstrom erzeugt subtropisches Klima, das zusammen mit feinen Sandstränden und einer guten Brandung ein Surfparadies entstehen ließ. St Ives ist nicht nur ein beliebtes Urlaubsziel, hier lebende und arbeitende führende Künstler haben St Ives zu einer Kulturhauptstadt von internationalem Rang gemacht. Besucher können leicht von Strand zu Strand schlendern, vom Hotel zur Galerie und ins Konzert gehen, oder einfach nur unter Palmen entspannen, um das besondere Licht zu genießen, das einzigartig für die Region ist.

Die Stadt bietet Anwohnern und Touristen eine breite Palette moderner und bezahlbarer Einrichtungen und Aktivitäten an, zum Beispiel Schwimmen und Golf, Surfschule und Kunstunterricht, Küsten-Touren, Boutiquen und Angeln. Etliche Festivals machen St Ives zu einem Unterhaltungszentrum und zur lebendigen Kunstmetropole.

St. Ives war ursprünglich ein Fischereihafen. Im 5. Jahrhundert segelte der irische Missionar St. Eia über die Irische See hierher in einem Coracle, einem sehr kleinen, kiellosen Ein-Mann-Boot aus Korbgeflecht, und gab dem Ort seinen Namen. Geblieben ist auch die Kirche St. Ia aus dem 15. Jahrhundert. Der Fischfang verlor im 19. Jahrhundert an Bedeutung, als die Sardinenschwärme zunehmend ausgeblieben sind. Dafür sind Eisenbahnen angekommen, und mit ihnen kamen Touristen und die Möglichkeit, den Handel mit frischen Blumen aus dem milden Klima Cornwalls aufzubauen.

Berühmte Künstler wie Sickert und Whistler sind ebenfalls nach St Ives gekommen. Sie folgten einem Trend des 19. Jahrhunderts, heroische Gemälde von kräftigen Fischern zu fertigen, wie das von den Malern der Penzance Newlyn Schule eingeführt worden war. Bis heute ist die Fischerei tatsächlich einer der gefährlichsten Berufe im United Kingdom. Die Künstler fanden hier gutes Licht, und im zwanzigsten Jahrhundert beherbergte St Ives die Avantgarde einer führenden Unterart des Abstrakten Expressionismus, der als St Ives Schule bezeichnet wird. In der Nachkriegszeit wurde St Ives zum Mekka für Beatniks und später Hippies, auch die Beatles waren hier und zuletzt David Bowie.

Im Jahr 1993 wurde ein stillgelegtes Gaswerk in Strandnähe behutsam umgebaut, um eine Filiale der berühmten Tate Gallery (London und Liverpool) zu eröffnen. Die preisgekrönte neue Galerie stellt zeitgenössische Kunst aus und ist damit höchst erfolgreich. Sie bescherte St Ives neue Ströme von Touristen und Kulturliebhabern und trug so zur Belebung der lokalen Wirtschaft bei.

Cornwall ist eine keltische Region wie Irland, Wales, Schottland, die Bretagne und die Kantabrische Nordküste Spaniens. Die Sprache "Cornish" wird immer noch auf Schildern und in einzelnen Ortsnamen verwendet, aber immer seltener gesprochen, seitdem England Cornwall im 11. Jahrhundert annektiert hat. Ältere Einwohner haben oft noch einen unverwechselbaren Cornish-Akzent und nutzen lokale Ausdrücke wie "dreckly" für "direkt", das eine ähnliche Bedeutung hat wie das spanische "Mañana", also "es gibt keine Eile" oder "wenn ich dazu komme". Gelegentlich sprechen ältere Einwohner beiderlei Geschlechts andere Leute in Cornish mit "my luvver" an, auch völlig fremde Personen. Dies ist lediglich ein freundlicher Gruß und keinerlei anzügliche Bemerkung! Einige glauben, dass König Artus Hof in Cornwall war, möglicherweise in Tintagel. Vielleicht war der Heilige Gral tatsächlich in einer verlassenen Zinn-Mine Cornwalls versteckt. Unbekannte alte Minen in Cornwall stürzen immer wieder ein; Gebäudeevakuierungen und Auswirkungen auf den Immobilien- und Hypothekenmarkt sind die Folge.

West-Cornwall verfügt über eine ungewöhnlich große Anzahl alter Steine ​​und Steinkreise, und heidnische Bräuche wirken stark bis in die heutige Zeit hinein. Christliche Einrichtungen wurden im Mittelalter gezielt auf etablierten heidnischen Stätten errichtet.

Zu beliebten Lebensmitteln aus der Region zählen die Cornish Pasty, Saffron Bread, Clotted Cream, Heavy Cake, Stargazey Pie und frischer Fisch. Angestammte einheimische Nutzpflanzen sind Blumenkohl, oft lokal als "Brokkoli" bezeichnet, Kartoffeln sowie Narzissen. Bedeutende lokale Industrien sind die Landwirtschaft, die Fischerei, Gastgewerbe und Tourismus, Kunst und Handwerk, Surfsport und die neuen digitalen Medien.

Der traditionelle Zinnbergbau, seit römischen Zeiten praktiziert, ist inzwischen aufgrund des globalen Preisdrucks weitgehend eingestellt. Große Gebäude, die früher einmal mit Dampf betriebene Pumpen beherbergten, um Wasser aus den Minen zu entfernen, sind ein häufiger, einsamer Anblick in Cornwall.

Cornwall hat im gesamten Vereinigten Königreich die meisten Sonnenstunden pro Jahr und ist daher prädestiniert für die Solarstrom-Erzeugung. Auch Wellen- und Windkraft spielen eine Rolle bei der Energieerzeugung aus regenerativen Quellen. Jüngste Investitionen in die Breitband-Infrastruktur haben Cornwall ein superschnelles Internet beschert und seinen Ruf als die kreative, digitale Halbinsel Großbritanniens bekräftigt.

Es gibt einen gewählten Stadtrat in St. Ives, aber er hat wenig Macht. Entscheidungsbefugnisse für Haushalts- und Stadtplanung liegen beim Cornwall Rat, der sich etwa vierzig Meilen entfernt in Truro befindet. Das Vereinigte Königreich ist ein stark zentralisierter Staat mit wenig Spielraum für lokale Steuern oder Initiativen. Cornwall liegt bei etwa 70% des wirtschaftlichen Niveaus von Großbritannien und erhält erhebliche Strukturfördermittel der Europäischen Union für die wirtschaftliche Entwicklung rückständiger Regionen.